Erhöhung der Recyclingfähigkeit und -qualität von Kunststoffverpackungen mit Sleeves
Um die Verpackungsindustrie kreislauffähiger zu gestalten, müssen Verpackungen neu gedacht werden. Das Projekt “reSLEEVE” beschäftigt sich mit starren gesleevten Kunststoffverpackungen, welches die Vermeidung von Kunststoffabfällen durch die Erhöhung der Recyclingfähigkeit sowie des Rezyklateinsatzes zum Ziel hat.
Sleeves können einen Mehrwert im Hinblick auf Informationsträger, Wiedererkennungswert von Produkten, Produktschutz bieten und zu einer verbesserten Kreislauffähigkeit führen. Es wird erforscht, ob Konsument*innen einen Beitrag zur Abtrennung von Sleeves leisten. Zudem soll durch optimiertes Sleeve-Design (dünner und geringere Flächen in Abhängigkeit der Produktgruppen) die korrekte Detektion in der sensorgestützten Sortierung erhöht und durch effektive Trennung in der Aufbereitung die Rezyklatqualität maßgeblich erhöht werden.
Das Konsortium ist davon überzeugt, dass Sleeves bei korrekter Abtrennung und Detektion einen Beitrag zur Qualitätssteigerung leisten können, da Verunreinigungen (z.B. Druckfarben) optimal aus dem Stoffstrom entfernt werden und somit gesundheitlich unbedenkliche Verpackungen für Konsument*innen zum Einsatz kommen.
Aktuell gibt es ein Vermeidungspotenzial von falsch sortierten Abfällen aufgrund nicht abgetrennter Sleeves von rund 2.000 t Material bei starren Kunststoffverpackungen, was einem CO2-Einsparungspotenzial von 3.000-4.000 t CO 2-Äq. in Österreich entspricht.